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Ich muss zurück nach Südkorea Teil 3

Gyeongbok Palast und Bongeunsa Tempel

// Kategorie: Storytime

In Teil 1 ging es um das koreanische Essen, in Teil 2 um den Stadttrubel und heute, in Teil 3, möchte ich meine Fotos und Erinnerungen von den wunderschönen Tempelanlagen und Palästen teilen.

Gyeongbok Palast - 경복궁

“Hat man einen Palast gesehen, kennt man sie alle.” sagte meine Freundin zum Thema Paläste in Korea. Zugegeben, so unrecht hat sie damit nicht gehabt, aber einen Palastbesuch kann man sich trotzdem gönnen, wenn man Seoul besucht.

Gyeongbok Palast - 경복궁

Der Gyeongbok Palast ist der größte Palast in Seoul. Wie viele kulturellen Schätze wurde auch dieser Palast während der japanischen Besetzung Koreas (1910 bis 1945) zerstört, aber später wieder restauriert. Der Eintritt kostete 3.000 Won pro Person, was weniger als 3€ sind.

größter Palast in Seoul

Die Anlage ist nicht umsonst die größte, daher sollte man genügend Zeit mitnehmen. Es gibt viele verschiedene Ecken und Plätze an denen man sich hinsetzen und einfach die Aussicht genießen kann.

Aussicht am Palastgelände Südkorea

Als Jemand, der sich zu Hause an Bonsai-Bäumchen versucht, begeisterten mich die toll gestalteten Bäume natürlich sehr (und meine Freundinnen schossen auch das hundertste Baumfoto für mich ohne Widerstand zu leisten).

Bonsai Baum

Der Gedanke, dass hier einst der Adel und seine Bediensteten wohnten und sie täglich diese wunderschönen Ausblicke direkt vor der Tür hatten, macht einen schon ein wenig neidisch, oder?

Adel Südkorea Palast

Die Details sind fantastisch, oder? Man möchte sich gar nicht ausmalen, wie zeitintensiv es damals sein musste solche Kunstwerke aufzubauen. Übrigens, falls Du dich für traditionellen Hausbau interessierst: Das traditionelle koreanische Haus nennt man Hanok.

Hanok Südkorea

Interessant waren neben dem Palast die anderen Touristen: Während ich mich darüber freute, dass meine blasse Haut endlich etwas Farbe bekam, trafen wir auf eine Gruppe Asiaten, die mit Schirm bewaffnet den Palast erkundeten.

asiatische Touristen

Bongeunsa Tempel - 봉은사

Diesen Tempel haben eine Freundin und ich beim planlosen Schlendern durch Gangnam zufällig entdeckt. Wir liefen eine riesengroße Hauptstraße entlang, die voll von modernen Häusern war, als wir plötzlich eine Hecke entdeckten.

Die Hecke war sehr lang, daher dachten wir erst, wir hätten mitten in Gangnam eine Parkanlage entdeckt. Wir lugten durch die Hecke, was sicher toll aussah: Zwei weiße Mädels hängen mit den Oberkörpern im Grünen. So entdeckten wir aber den riesigen Buddha und suchten zügig einen Eingang. Wir mussten Buddha genauer untersuchen!

Buddha Bongeunsa Tempel - 봉은사

Den Bongeunsa Tempel möchte ich definitiv ein zweites Mal besuchen, denn die Anlage ist wunderschön. Man ist dort umgeben von Pflanzen und kann hinter dem Buddha eine Art Trampelpfad entlang laufen, der an einen Waldspaziergang  erinnert. Bänke gibt es auf diesem Pfad auch genug, falls die Beine schlapp machen oder man schlichtweg den Duft der Bäume genießen möchte.

Buddha hat man auf dem Trampelpfad an einigen Stellen im Blick. Mich hat diese Statue von ihm völlig fasziniert. Ich bin kein Buddhist, aber ihr kennt sicher auch das Gefühl, wenn eine fremde Religion einen einfach nur packt und zum Staunen bringt.

Buddha Bongeunsa Tempel - 봉은사

Direkt vor Buddha befindet sich eine Art gigantische Platte, auf der sich Buddhisten gemeinsam zum “Beten” versammeln. Wir waren nachmittags auf dem Gelände und konnten leider kein Zeuge davon sein. Dafür konnten wir aber ungestört Platte und Objekte drum herum genau bewundern, ohne Jemanden zu stören.

Bongeunsa Tempel - 봉은사

Bongeunsa Tempel - 봉은사

Bongeunsa Tempel - 봉은사

Bongeunsa Tempel - 봉은사

Der Buddha war übrigens so überwältigend für mich, weil er gigantisch groß war. Ein Mensch ist im Gegensatz zu ihm winzig!

Buddha Bongeunsa Tempel

Ein Bild, dass den Kontrast zwischen Ruhe und Trubel nicht besser hätte wiedergeben können! Du musst Dir vorstellen, dass in Seoul ständig Autos unterwegs sind und man selbst mitten in der Nacht Werktags nicht alleine auf den Straßen unterwegs ist. Tagsüber wirst Du auf den Straßen zwangsbeschallt mit K-Pop, Megafondurchsagen von Mitarbeitern, die Dich in ihre Shops locken wollen und Werbung. In Seoul ist immer richtig viel los.

Ruhe und Stadttrubel

Auf der Anlage des Tempel jedoch war es absolut ruhig, du konntest die Vögel zwitschern hören und die Große Hecke hat wie durch Magie den Straßenlärm komplett verschluckt. Ich muss eines Tages dorthin zurück!

Alle Teile der Reihe Ich muss zurück nach Südkorea



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