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Garten auf der Fensterbank Teil 2

Wachstum, Springschwänze und Chili-Chaos

// Kategorie: Diverses // Kommentare:

Im Oktober habe ich mein kleines Gartenprojekt auf der Fensterbank begonnen. Die ersten Pflanzentriebe ließen nicht lange auf sich warten, allerdings ist im Winter kaum etwas Spannendes passiert, außer ein Umzug vom Blumenkasten in einzelne Töpfe. Auf Dauer war der Blumenkasten doch zu groß und klobig für die Küche.

Rosmarin, Majoran, Basilikum und Tomaten

Rosmarin

Der Rosmarin sieht noch nicht besonders vielversprechend aus. Die vier kleinen Pflänzchen gurken auf dem Boden herum und machen momentan noch keine Anstalten sich aufzurichten. Daumen Drücken!

kümmerlicher Rosmarin

Majoran

Lange Zeit dachte ich, dass aus dem Majoran nichts mehr wird. Er lag ähnlich wie der Rosmarin auf der Erde und einzelne Pflanzen vertrockneten sogar. Nach vielen, vielen Wochen stellten sich die ersten aber endlich auf und seither sieht es gut aus!

Majoran selber anpflanzen

Basilikum

Der Basilikum hingegen sah von Beginn an sehr gut aus. Seit er jedoch eine Höhe von zirka 10cm erreicht hat, wächst er etwas langsamer.

Basilikum selber anpflanzen

Tomaten

Die Tomaten waren die einfachsten Pflanzen: Ich säte sechs Samen Anfang Januar aus und zwei Monate später tauchte die erste Pflanze auf.

Tomaten selber anpflanzen

Eine zweite spross nur wenige Tage später nach und nun sind sie schon 10cm große Pflänzchen. Eine der Pflanzen gebe ich an eine Freundin ab, da Tomaten zu den Starkzehrern zählen und zwei Pflanzen sich in einem Topf die Nährstoffe gegenseitig wegnehmen werden.

Tomaten selber anpflanzen

Springschwänze und Chili

Die Chili-Pflanzen standen unter keinem guten Stern. Ich besorgte mir zwei verschiedene Samenpäkchen: Die Ring of fire (Schärfegrad 5 - 6) und die Rawit (Schärfegrad 8).

Mitte Februar säte ich die Samen der Ring of fire aus und träumte von all den Speisen, die ich mit den Chilischoten aufpeppen werde. Da wusste ich noch nicht, dass es nur bei dem Traum bleiben wird. Eines Tages entdeckte ich nämlich, wie sich etwas winziges in der Erde bewegte. Und daneben noch etwas. Und eigentlich überall - in jedem Topf! HILFE!

winzige weiße Viehcher in Kräutererde

Nach rascher Google Recherche fand ich heraus, dass es sich sogenannte Springschwänze in meinem Gartenprojekt bequem gemacht haben. Sie gehören in der Natur zum Aufräum-Kommando in der Erde und fressen abgestorbene Pflanzenteile. Wenn davon allerdings nicht genug übrig sind, fressen sie Pflanzenwurzeln.

Das war keine so schöne Erkenntnis und Angesichts dessen, dass sich in jedem Kräutertopf eine Millionenmetropole befand, musste ich zu radikalen Mitteln greifen: Jeder Topf wurde für eine halbe Stunde in einem Eimer voll Wasser vollkommen ertränkt, sodass die kleinen Springschwänze aus der Erde fliehen und man sie anschließend mit dem Wasser abgießen kann.

Die Methode funktionierte super, denn jeder Kräutertopf war gerettet. Allerdings machten mir die Chili Samen sorgen, da die Erde klitschnass blieb und nicht trocknete. Letztendlich stellte ich fest, dass die Samen alle verfault sind.

Anfang März säte ich die Samen der Rawit aus, allerdings bereitete ich mich diesmal besser vor. Die Rawit-Samen sollten mir schließlich nicht verfaulen. Die Erde war nach wie vor frei von Springschwänzen. Da es auf der Fensterbank doch etwas kühl werden kann, schützte ich die neue Saat mit einem professionellen Gewächshaus:

Gewächshaus aus Plastikflasche basteln

Diesmal lief alles bestens: Am 12. März entdeckte ich den ersten Keim und schon am nächsten Tag sprossen weitere Keime. Mittlerweile sind es schon zehn kleine Chilipflanzen! Das wäre natürlich klasse, wenn aus allen große Pflanzen mit reicher Ernte werden.

Chili selber anpflanzen

Es bleibt spannend

Bis zum neuen Update wird es sicher noch ein Weilchen dauern. Ich bin mir sicher, dass in den Töpfen die Post abgehen wird, sobald die sonnigen Tage wiederkehren. Bis dahin überbrücke ich die Zeit mit Kresse :D

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