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Als Blogs noch nicht Blogs hießen

Erinnerungen aus 10 Jahren

// Kategorie: Oh-Man.de

Als Blogs noch nicht Blogs, sondern Homepages oder Websites genannt wurden, da gab es auch noch kein Social Media. Als ich letztens die alten Layouts meiner zweiten oder dritten Website wieder fand, kamen lustige Erinnerungen zurück. Damals ließ man sich so einiges einfallen, um Besucher anzulocken. Wer ebenfalls über ein Jahrzehnt Webseiten baut, der wird sicher über so manchen Punkt mit mir schmunzeln!

Das Gästebuch

Als wir damals noch keine Ahnung von Datenbanken und PHP hatten, mit viel Mühe unsere HTML Seiten bastelten, da wünschten wir uns trotzdem einen interaktiven Bereich für den Besucher. Man wollte ja schließlich Beweise haben, dass Lebewesen da waren.

Externe Gästebücher waren die Lösung für dieses Problem. Man meldete sich auf einer Seite an, die einem dann ein Gästebuch zur Verfügung stellte. Man musste lediglich das damals hipp abgekürzte “GB” als Link oder per Frame in die eigene Website einbinden. Besonders beliebt waren GB-Anbieter, bei denen man das Design manuell anpassen konnte.

MSN und ICQ statt Facebook, Instagram und Twitter

In meinen ersten zwei Designs waren meine ICQ und MSN Kontaktdaten sehr wichtige Bestandteile der Sidebar! Auf fast jeder Website waren sie zu finden. Wenn ich dann aber tatsächlich eine neue Kontaktanfrage erhielt, blockte ich diese. Ich wollte ja schließlich nicht mit Fremden chatten. Dämlich, oder? Aus diesem Grund haben sich die Kontaktdaten dann wohl auch ab dem dritten Design (2005) aus der Sidebar verabschiedet.

ICQ & MSN statt Facebook

ButtonEx

ButtonEx! Die Antwort auf die Frage, wie man mehr Besucher auf die eigene Website bekommt.

Das Prinzip war einfach: Man besuchte die Website von ButtonEx, registrierte sich, gab die Adresse der eigenen Homepage an, postete einen Direktlink zu seinem Button und schon war man Teil eines kleinen Codes, der nach jeder Aktualisierung einen neuen verlinkten Button lud!

ButtonEx

Ich fand die Idee damals so toll, dass ich ButtonEx bis zum bitteren Ende nutzte! Nun, da Buttons aus der Homepagewelt verschwunden sind, informiert die Website von ButtonEx nur noch über gute Contentgestaltung.

Linken?

Gegenseitiges verlinken gehörte einfach mit dazu. Meist gab es auf jeder Homepage einen extra Bereich nur für die Linkpartner. Als man noch Buttons austauschte sah dieser Bereich aus wie ein bunter Flickenteppich mit vielen blinkenden GIFs. Eines Tages verflog sich dieser Trend jedoch und man setzte sauber geordnete Textverlinkungen. Linkanfragen fanden meistens über das Gästebuch statt, später dann via E-Mail. Verlinkt wurden in der Regel andere private Websites.

Anscheinend habe ich 2011 meine Linkpartner arg reduziert und um einige Lieblingsseiten erweitert. Nach diesem Screen kamen aber wieder viele Linkpartner hinzu, denn ich erinnere mich noch an einen ziemlich großen Linkbereich.

Linktausch

Auf den heutigen Blogs linken zwar einige Blogger Freunde und Lieblingsblogs in der Sidebar, aber einen Linkbereich wie man ihn damals pflegte habe ich lange nicht mehr gesehen.

Fanlistings

Was war das noch gleich? Ah! Eine weitere Möglichkeit Besucher auf seine Seite zu locken, jedoch mit der Absicht die Besitzer nach Fangruppen zu sortieren. In eine Fanlist trug man sich - ähnlich wie bei ButtonEx - auf einer externen Seite mit seiner Website ein und musste im Gegenzug die Fanlist (samt blinkendem Button natürlich!) auf der eigenen Seite verlinken. Ich war damals auf duzenden Band Fanlistings eingetragen, doch auch hier war nach zwei Designs Schluss damit.

Was haben wir damals nicht alles für Besucher getan.

Besucherzähler

Besucherzähler

Was brachte es schon für Besucher zu sorgen, wenn es Niemand mitbekam? Der Besucherzähler war damals ebenfalls fester Bestandteil einer jeden Homepage und lies jeden wissen, wie gut besucht die eigene Seite war. Meiner wanderte je nach Design von der Sidebar in den Header oder wurde irgendwo anders in das Design integriert.

Mensch, hatte ich damals viele Besucher, oder? Dass das größtenteils jedoch Klick- und nicht Besucherzähler waren (die man durch einen automatischen Reload in Opera beeinflussen konnte), hat man natürlich nie laut ausgesprochen. Nunja, man hat sich damals eben den heutigen “Like-Kick” durch Besucherzähler besorgt. Verurteilt mich nicht, ich war noch jung.

Leserlich? Nö!

schlechtes Webdesign

Was war denn damals nur los? Die Kontrastarmut und Schriftgröße 10 haben haben Webdesigns dominiert. Ich erinnere mich noch genau, wie ich gegenüber eines älteren Bekannten diesen Stil immer mit aller Kraft verteidigt habe. Heute würde ich so eine Website direkt verlassen, denn das tut im wahrsten Sinne des Wortes in den Augen weh!

Fazit

Es gab damals schon einige merkwürdige Methoden der Besucherbeschaffung. Und auch die GBs vermisse ich nicht mehr. Allerdings muss ich sagen, dass meiner Meinung nach die privaten Websites, Homepages oder Blogs - wie auch immer man sie nennen möchte - sehr individuell gestaltet waren. Man war damals gezwungen sein eigenes Design zu basteln, denn Kits wie beispielsweise Wordpress waren zu Beginn nicht so benutzerfreundlich wie heutzutage.

Zwar gibt es so einige Dinge, die ich heute nicht mehr auf meine Seite setzen würde, allerdings denke ich, dass ich vielleicht einige andere Dinge erneut hinzufügen könnte. Ein kleiner Text über die Website selbst wäre nicht schlecht sowie vielleicht ein Latest Picture der Gallery in der Sidebar. Das war damals ja essenziell für meine Seite.

Ich bedanke mich an dieser Stelle für eure Aufmerksamkeit und falls ihr zu dem Thema damalige Websites noch los werden möchtet, lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Alle alten Layouts

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign

altes Webdesign



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